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DSG / DCT Getriebespülung

Bei DSG Getrieben muss Grundsätzlich unterschieden werden zwischen verschiedenen Getriebearten

 

- Trockenkupplung (DQ200)

- Nasskupplung 

- Hybrides DSG Getriebe

DQ 200

 

- DSG Getriebe mit 7 Gängen

- Trockener Kupplung

- Hydraulischer Schalteinheit/Mechatronik

 

Kann NICHT gespült werden, da es über keine eigene Ölpumpe verfügt und vom Grundprinzip ein reines Schaltgetriebe mit Hydraulischer Schaltung und Kupplung ist.

DQ 250 DQ 381 DQ 500

 

- DSG Getriebe mit 6 oder    7 Gängen

- Nasser Kupplung

- Hydraulische

Schalteinheit/Mechatronik (Innenliegend)

 

Kann und sollte immer gespült werden.

Da es über eine eigene Ölpumpe verfügt kann hier Perfekt gespült werden.

0CK DSG 7G

 

- DSG Getriebe mit 7 Gängen

- Nasser Kupplung

- Hydraulische Schalteinheit/Mechatronik (Innenliegend)

 

 

Dies ist eine Art Hybrides Getriebe, wo nur Kupplung und Mechatronik im DSG Öl laufen und der eigentliche Getriebeteil (Zahnräder/Wellen) in einem Schaltgetriebeöl laufen mit einer eigenen elektrischen Ölpumpe.

Hier wird der DSG Teil gespült und im Schaltgetriebebereich das Öl gewechselt.

 

 

 

Eine DSG-Spülung (Direktschaltgetriebe) unterscheidet sich von einem herkömmlichen Ölwechsel vor allem durch die dynamische Reinigung des Systems. Während bei einem einfachen Wechsel nur das Öl abgelassen und neu aufgefüllt wird, werden bei einer Spülung Ablagerungen und Abrieb aus den Kanälen und der Mechatronik gelöst und herausgespült.

Hier ist der typische Ablauf einer professionellen DSG-Spülung, wie sie beispielsweise nach der „Tim-Eckart-Methode“ oder ähnlichen Verfahren durchgeführt wird:


Schritt-für-Schritt-Ablauf

 

1. Anschluss des Spülgeräts

  • Das Fahrzeug wird angehoben.

  • Das Spülgerät wird in den Ölkreislauf des Getriebes eingebunden (meistens über den Anschluss am Ölfiltergehäuse oder die Ölkühlerleitungen).

  • Das Gerät fungiert nun als geschlossener Kreislauf.

  •  

2. Vorbereitung und Reinigung (Additiv-Phase)

 

          Bevor altes Öl abgelassen wird, muss das System gereinigt werden:

  • Systemreiniger: Ein spezielles Reinigungsadditiv wird dem alten Getriebeöl hinzugefügt.

  • Durchspülen : Der Motor wird gestartet. Das Fahrzeug wird durch alle Schaltstufen (P, R, N, D, S) bewegt, während das Additiv im System zirkuliert. Dies löst Verharzungen und Ablagerungen aus der Mechatronik und den Ventilen. Rückstände bleiben im Vorfilter hängen.

 

2. Der eigentliche Spülvorgang

  • Während der Motor läuft, tauscht das Gerät das alte Öl kontinuierlich gegen frisches Getriebeöl aus.

  • Dies geschieht so lange, bis imk Zylinder des Geräts erkennbar ist, dass nur noch sauberes, klares Öl aus dem Getriebe zurückfließt. Hierzu verwenden wir meisst 14-16 Liter neues Getriebeöl.

4. Filterwechsel

  • Dies ist der wichtigste Schritt: Nach der Spülung wird der Adapter entfernt und gegen das Originale Filtergehäuse  mit neuem DSG-Filter ersetzt. Bei vielen Modellen ist dieser Filter entscheidend, um den neuen Reinheitsgrad des Öls zu erhalten.

  • Die Dichtungen werden erneuert.

5. Korrekte Befüllung und Pegelstand

  • Das Getriebeöl muss bei einer ganz spezifischen Temperatur (meistens zwischen 35 °C und 45 °C, je nach Getriebetyp) kontrolliert werden.

  • Mithilfe eines Diagnosegeräts wird die exakte Getriebeöltemperatur überwacht.

  • Bei Erreichen der korrekten Temperatur wird die Überlaufschraube geöffnet, um überschüssiges Öl abzulassen, bis der Pegel exakt stimmt.

 


Warum eine Spülung statt nur ein Wechsel?

  • Sauberkeit: Ein einfacher Wechsel lässt oft bis zu 40-50 % des alten Öls (inklusive Schmutzpartikel) in dem Kupplungspaket oder in den Kanälen der Mechatronik zurück.

  • Schaltkomfort: Nach einer Spülung verschwinden häufig Symptome wie Ruckeln beim Anfahren, verzögertes Schalten oder „harte“ Schaltvorgänge, da die Ventile der Mechatronik wieder sauber arbeiten können.

  • Langlebigkeit: Frisches Öl schützt die Lamellenkupplungen besser vor Verschleiß und Überhitzung.

 

Empfehlenswert ist bei DSG-Getrieben immer der vom Hersteller vorgegebene Wechselintervall (meist alle 60.000 km bei nassen Kupplungen), wobei eine Spülung diesen Standard-Wechsel sinnvoll ergänzt.

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